Wenn dein Frieden davon abhängt, dass alles richtig läuft

Vielleicht kennst du dieses Gefühl.

Du bist ruhig, solange alles funktioniert.

Solange Gespräche leicht sind, niemand etwas sagt, was dich verunsichert, und du das Gefühl hast, alles im Griff zu haben.

In diesen Momenten fühlt es sich still an.

Fast leicht.

So, als wäre alles in Ordnung. Aber oft hält dieses Gefühl nicht lange. Manchmal reicht eine Kleinigkeit.

Ein Satz,

ein Blick,

ein Gedanke – und plötzlich verändert sich etwas in dir.

Diese Ruhe ist weg. Und an ihre Stelle kommt Unruhe.

Vielleicht auch ein leiser Druck.

Und du merkst, wie schnell sich dein Inneres bewegt, obwohl im Außen vielleicht gar nicht so viel passiert ist.

Ich kenne das. Dieses Gefühl, innerlich immer ein Stück wachsam zu sein. Als würde man versuchen, alles zusammenzuhalten, damit es nicht kippt.

Damit nichts passiert, was einen aus dem Gleichgewicht bringt.

Und ohne es wirklich zu merken, beginnt man, Dinge zu kontrollieren.

Gedanken.

Situationen.

Reaktionen.

Nicht laut.

Nicht bewusst.

Fast automatisch.

Ein Versuch, sich sicher zu fühlen.

Aber diese Sicherheit ist instabil.

Sie hängt daran, dass alles so läuft, wie du es brauchst. Dass nichts Unvorhergesehenes passiert.

Dass du vorbereitet bist. Und genau das macht müde.

Dieses ständige Halten.

Dieses innere Anpassen.

Dieses Gefühl, nur dann ruhig zu sein, wenn alles stimmt.

Und vielleicht spürst du genau das manchmal. Dass du eigentlich gar nicht wirklich entspannt bist.

Sondern eher… angespannt ruhig.

Als würdest du dich selbst ein bisschen festhalten. Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem sich etwas verändern darf.

Nicht im Außen.

Sondern in der Art, wie du mit dir bist, wenn es nicht ruhig ist.

Wenn etwas unklar ist.

Wenn du nicht weißt, wie es ausgeht.

Wenn du nicht alles kontrollieren kannst.

Genau dort fühlt es sich oft am schwersten an. Und gleichzeitig ist es der ehrlichste Ort. Weil du dort nichts mehr festhalten kannst.

Nur noch da sein.

Mit dir.

Mit dem, was gerade ist.

Auch wenn es sich unsicher anfühlt.

Auch wenn du es nicht einordnen kannst.

Vielleicht ist echter Frieden nicht das, was entsteht, wenn alles ruhig ist. Sondern das, was bleibt, wenn es das nicht ist.

Wenn du dich nicht mehr davon abhängig machst, dass alles richtig läuft. Sondern langsam beginnst, dir selbst zu vertrauen. Dass du dich halten kannst. Auch dann, wenn es wackelt.

Nicht perfekt. Aber ehrlich.

Und vielleicht ist genau das Wachstum.

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